ICON OEP Versus TEP
Total EndoProthese (TEP)
Bei der traditionellen Schaftprothese wird der Oberschenkelhals samt Oberschenkelkopf abgetrennt.
Dadurch ergeben sich folgende Nachteile:
- Die Lasteinleitung in den Femur erfolgt nicht mehr anatomisch korrekt über die Trakel im Hüftkopf, sondern vorwiegend im dia- und metaphysären Bereich, dadurch entsteht ein kontinuierlicher Knochenabbau (Stress Shielding) im intertrochantären Bereich des Femurs.
- Beinlängendifferenzen und Veränderungen des sog. „Offset“ entstehen durch das vorgegebene Design der Schaftprothesen bzw. durch die mangelnde Stabilität bei kleinen Kopfdurchmessern mit der Notwendigkeit erhöhter Vorspannung.
- Erhöhtes Luxationsrisiko durch kleinen Kopfdurchmesser und damit verminderten Luxationsweg.
- Verlust von Propriozeption (Eigenwahrnehmung) durch Kopf-Hals-Resektion.
- Begünstigung von Osteolysen speziell bei Polyethylen-Abrieb.
- Höherer Blutverlust mit erhöhtem Embolie- und Thromboserisiko durch Eröffnen und Druckerhöhung im Markraum des Femurs bei der Implantation der Stielprothese.
OberflächenErsatz Prothese (OEP)
Beim Oberflächenersatz wird nur die erkrankte Gelenkoberfläche des Hüftkopfes „überkront“.
Die aufgeführten Nachteile der Stielendoprothese entfallen.
Darüber hinaus ergeben sich zusätzlich Vorteile:
- Die natürlichen geometrischen Verhältnisse bleiben erhalten und eine Beinlängendifferenz kann bei korrekter Planung ausgeschlossen werden. „Stress Shielding“ in Form einer Verschlankung des Schenkelhalses („Thinning“) ist selten.
- Die Flächen der Metall-Metall Gleitpaarung entsprechen denen der menschlichen Anatomie und bieten eine hervorragende Gelenkstabilität.
- Im Kapillarspalt zwischen den beiden hochwertigen Metalloberflächen entsteht ein seröser Schmierfilm, der die Gleitfähigkeit der Komponenten unterstützt.
Sekundärversorgung
Im Falle einer Schenkelhalsfraktur wird ausschließlich
der Oberschenkelkopf mit dem Implantat entfernt und eine Schaftprothese mit passendem ICON Modular Head implantiert. Die Pfanne bleibt dabei erhalten.
Durch die Großkopfverbindung mit einem Schaft ist der Bewegungsumfang deutlich größer als bei einer herkömmlichen Schaftprothese.

